Zungenschaber

Zungenschaber - für ein gutes, frisches Mundgefühl

Zähneputzen: zwei Mal täglich, drei Minuten, das weiß doch jedes Kind. Ab und zu Zahnseide benutzen und gern auch mal eine frische Mundspülung, einmal im Jahr ein Besuch beim Zahnarzt. Das sind die obersten Regeln, wenn es um Mundhygiene geht. Aber eine Sache vergessen die meisten: die Zunge. Wegen ihrer rauen und unebenen Oberfläche haben Bakterien dort ideale Bedingungen, um sich abzulagern. Sechzig bis achtzig Prozent aller im Mund befindlichen Bakterien sind auf der Zunge angesiedelt. Durch Speisereste und abgestorbene Hautzellen finden sie Nahrung, die sie wieder zersetzen, schwefelhaltige Gase entstehen, die Folge: Mundgeruch. Jeder Mensch hat ab und an dieses Problem, manchmal kommen auch Beläge auf der Zunge hinzu, Mundtrockenheit und ein pelziges Gefühl. Sollte der Belag, rötlich, gelblich oder bräunlich sein, weiß und sehr dick, dann ist erst mal ein Arztbesuch angesagt. Auch wenn die Zunge von Rissen durchzogen ist, rote Stellen aufweist und brennt. Dahinter kann auch eine ernstere Erkrankung stecken! Meist sind Beläge auf der Zunge aber ganz normal und völlig harmlos. In östlichen Ländern, dort wo die ayurvedische Lehre verbreitet ist, gehört das tägliche Reinigen der Zunge mit einem Zungenschaber bzw. Zungenreiniger zum ganz normalen Procedere. Ob das Entfernen der Bakterien auch einen positiven Einfluss auf die Vermeidung von Karies und Parodontitis hat, wird vermutet, ist wissenschaftlich aber noch nicht belegt. Es hat sich allerdings in Sachen Mundgeruch und Mundhygiene so sehr bewährt, dass sogar Zahnärzte und HNO-Ärzte ihren Patienten oft zu einem Zungenschaber raten.    

Vorbild Ayurveda: Wie funktioniert ein Zungenschaber?

In unserem Online Shop findest du eine große Auswahl an zertifizierter Naturkosmetik für Gesicht, Körper und Haare und natürlich haben wir auch Zungenschaber und Zungenbürsten im Sortiment. Da wir so gut es geht auf Plastik verzichten, kannst du bei uns welche aus Edelstahl (Apeiron), Kupfer (Govinda) oder versilbert (Maharish Ayurveda) bekommen. Von Hydrophil haben wir einen Zungenreiniger mit Bambusgriff. Und so wird’s gemacht: Die Zungenschaber werden einfach nach dem Zähne putzen drei bis vier Mal von hinten (so weit wie es geht!) nach vorne über die Zunge gezogen. Dabei werden Bakterien und Toxine entfernt. Es bleibt ein sauberes Gefühl und ein frischer Atem. Wende ihn regelmäßig an, gern auch täglich, so kannst du Zungenbeläge gründlich entfernen und Bakterien können sich erst gar nicht vermehren. Da im letzten Drittel der Zunge die meisten Ablagerungen sind, solltest du so weit wie möglich hinten ansetzen.

Ein kleiner Tipp gegen den Würgereiz: halte deine Zunge mit einem kleinen Handtuch oder einem Waschlappen fest und ziehe sie sanft ein wenig hinaus. Den Zungenschaber bitte immer wieder mit klarem Wasser abspülen und nach der Reinigung gründlich säubern. Wie bei deiner Zahnbürste ist es gut, wenn du den Zungenschaber nach der Zungenreinigung an der Luft trocknen lässt. Das verhindert die Vermehrung von Keimen. Was die Hygiene bei der Zahnpflege angeht haben Schaber aus Edelstahl oder Kupfer die Nase vorn. Die Materialien sind langlebiger und leichter sauber zu halten. Manche nehmen auch ihre Zahnbürste und fahren damit über die Zunge. Das ist allerdings nicht zu empfehlen, denn an den Borsten können sich die Bakterien von der Zunge anhaften und somit bei der nächsten Reinigung der Zähne für Verschmutzungen sorgen. Im Anschluss an die Zungenreinigung kannst du gern eine frische Mundspülung benutzen. Da haben wir auch tolle Produkte, zum Beispiel von Ben & Anna oder von Niyok mit Kokosöl, Pfefferminze und Zitrone. 

Wie sinnvoll ist die regelmäßige Entfernung von Zungenbelägen?

Wie schon oben erwähnt, gehört im Ayurveda eine gründliche und regelmäßige Zungenreinigung zum festen, täglichen Ritual. Der Mund wird optimal von Belägen befreit, Mundgeruch und ein leicht pelziges Gefühl verschwinden beziehungsweise entstehen gar nicht erst. In der ayurvedischen Lehre wird nach der Zungenreinigung sogar noch Ölziehen (perfektes Öl dafür: Mundwohl von Primavera) praktiziert. Der Spruch: „Gesund beginnt im Mund“ wird dort seit Jahrhunderten sehr ernst genommen. Es ist ja auch etwas Wahres dran.