Lavendelöl - Wirkung und Anwendung

Allein die Vorstellung oder der Anblick eines blühenden Lavendel-Feldes löst in uns ein wohliges Gefühl aus. Dieser herrliche Duft im Sommer, wenn man an einem Garten mit den lila-blauen Blumen vorbeigeht und eine Prise schnuppert… Das riecht nach Urlaub und nach totaler Entspannung. Lavendel ist seit vielen Jahrhunderten, genau genommen sogar seit Jahrtausenden, in der Naturheilkunde als Heilpflanze bekannt und beliebt. Sogar in der Antike wurden Blüten und Blätter schon zum Desinfizieren, Reinigen und zum Beruhigen genutzt. Die alten Römer waren es, die anfingen, den Lavendel genau zu erforschen und ihn für medizinische Zwecke zu nutzen. Er hilft nämlich noch bei so viel mehr Beschwerden als bei Einschlafstörungen oder nervöser Unruhe.

Lavendel – am besten in Öl-Form – ist ein echtes Allround-Talent. Es löst Kopfschmerzen indem man ein paar Tropfen auf die Schläfen gibt und sanft einklopft. Eine Massage bei Bauchschmerzen, Muskel-Verspannungen oder rheumatischen Beschwerden empfinden viele als sehr wohltuend. Auch gegen Juckreiz, zum Beispiel bei Insektenstichen, ist dieses Kraut gewachsen. Ein super Tipp bei Husten und sogar Bronchitis ist auch ein warmer Wickel mit Lavendelöl. Er beruhigt die Schleimhäute und trägt zur schnelleren Heilung bei.

Lavendelöl – was steckt dahinter?

Homöopathen beschreiben Lavendel nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als Seelenpflanze. Das Lavendelöl ist seit vielen Jahren das bekannteste und beliebteste ätherische Öl. Mittels Destillation kann es gewonnen werden. Das funktioniert so: Durch Erhitzung von Wasserdampf werden die ätherischen Öle in der Pflanze gelöst und können aufgefangen werden. Das ist eine sehr schonende Methode, bei der keinerlei schädliche Nebenprodukte entstehen oder Zusatzprodukte, die zugeführt werden müssen. Drei verschiedene Lavendel-Arten eignen sich gut dafür. Es gibt den „feinen Lavendel“, der vor allem in Frankreich in höheren Lagen wächst, den „Lavandin“ (Kreuzung aus feinem Lavendel und Speiklavendel) und den „wilden Lavendel“. Letzterer ist vor allem als Arzneipflanze sehr begehrt, die anderen beiden finden auch in der Parfümindustrie großen Anklang. Meist wird die Pflanze geerntet wenn sie verblüht ist. In den Lavendelblüten befinden sich die Samen, die das meiste des wertvollen Öls beinhalten.

Wie wirkt Lavendelöl und wie wird es angewendet?

Obwohl Lavendel entspannend wirkt, hat es noch viel mehr Kräfte. Er kann sogar das Gegenteil bewirken, nämlich anregen und dadurch die Durchblutung fördern. Außerdem ist es antiseptisch, wundheilend und schmerzlindernd. Heute weiß man, dass im Lavendel mindestens 2000 Inhaltsstoffe (im Öl sind es noch ca. 200) sind, von den gut 400 medizinische Relevanz haben! Die wichtigste Substanz im Lavendel ist das Linalylazetat. Es sorgt für den angenehmen Duft und somit auch für die beruhigende Wirkung. Dass Lavendel antiseptisch ist, ist dem Linalool zu verdanken. Das ist ein sogenannter Terpenalkohol, der schädliche Mikroorganismen beseitigt. Das funktioniert auch noch unglaublich schnell, denn diese beiden Stoffe dringen durch die Schleimhäute ins Blut und in die Nervenbahnen. Das sorgt für eine zügige Entspannung. Eine Aromatherapie mit Lavendelöl ist sehr empfehlenswert.

Und so geht es: Entweder man mischt zum Beispiel zehn Tropfen Lavendel- und Teebaumöl mit fünf Tropfen Bergamotte und 50ml Sesamöl. Das ergibt eine Menge, die in etwa für eine Ganzkörpermassage reicht. Auch bewährt hat sich ein Vollbad, dem ca. drei bis fünf Tropfen Lavendelöl zugefügt werden. Dazu passen würden auch Teebaum- und Zitronenöl (je zwei bis drei Tropfen). Bei Schnupfen, Halsweh und Husten kannst du mit Lavendelöl inhalieren. Das macht die Atemwege frei. Für einen schnelleren, besseren und erholsameren Schlaf können einige Tropfen des ätherischen Öls in eine Duftlampe im Schlafzimmer gegeben werden oder du mischst das Öl mit Wasser und sprühst es auf dein Kopfkissen. Wer Kinder hat, sollte unbedingt Lavendelöl in die Hausapotheke aufnehmen. Als Erste Hilfe bei Schürfwunden (Schmerzlinderung, Desinfektion), Bauchmassage oder auch bei Ohrenschmerzen (entzündungshemmend) – Lavendelöl kann vieles lindern und heilen. Oft kann dann auf stärkere Medikamente wie Cortison oder Antibiotika verzichtet werden.

Primavera Lavendel fein
Primavera Lavendel fein
Farfalla Lavendel fein
Farfalla Lavendel fein Grand Cru

Wie beruhigt Lavendel Körper und Geist?

In den meisten Fällen werden Lavendelpräparate aber natürlich zu Beruhigung, Entspannung, Beseitigung von Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen angewendet. Man hat vor kurzem herausgefunden, dass die Wirkung vor allem über den Geruchsinn funktioniert. Das Linalool (beruhigt die Nerven) kann nämlich auf diese Weise besonders effektiv und schnell wirken. Der Duftstoff reizt sogenannte olfaktorische Sensoren, die dann Signale ans Gehirn weiterleiten. Ein großer Vorteil ist auch, dass man bei der Anwendung nicht viel verkehrt machen kann. Lavendelprodukte zum Einnehmen können gelegentlich zu Magenproblemen führen. Das Öl aber ist nahezu nebenwirkungsfrei. Es empfiehlt sich allerdings, die Dosierung sehr niedrig zu halten bzw. nur langsam zu steigern und bei äußerlicher Anwendung wie Massagen oder zur Wundbehandlung nur einen bis drei Tropfen zu nehmen.

Was kostet Lavendelöl und wo kann ich es kaufen?

Hier gilt es besonders auf die Qualität zu achten! Da für die Produktion von Lavendelöl besonders viel Rohstoff (ein Kilogramm Öl braucht 120 Kilogramm Blüten!) benötigt wird, gibt es natürlich viele Hersteller, die ihre Ware künstlich strecken. Bei besonders günstigen Angeboten solltest du skeptisch werden. In unserem Online-Shop für Naturkosmetik findest du nicht nur ein großes Sortiment an zertifizierter Naturkosmetik für Gesicht, Haare und Körper, sondern auch von uns überprüftes, reines ätherisches Öl aus Lavendelblüten von Primavera oder Farfalla. Da kannst du sicher sein, ein biologisches und zu einhundert Prozent echtes Produkt zu bekommen.