Schon für die amerikanischen Ureinwohner war die leuchtend rote Beere ein Geschenk Gottes. Vor allem bei Bauchschmerzen wurde damals auf eine Therapie mit Cranberries gesetzt. Roh verzehrt (etwas bitter und sauer), getrocknet, zu einem Saft oder einem Mus verarbeitet sind sie genießbar. Auf die positive Wirkung zum Beispiel bei Harnwegsinfekten schwören noch heute viele. Die Cranberry heißt eigentlich „großfruchtige Moosbeere“ (botanisch: Vaccinium macrocarpon), doch wir benutzen ihren englischen Namen. Sie ist mit der Heidelbeere und der Preiselbeere verwandt und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Am besten wachsen und gedeihen kann sie in Nordamerika, inzwischen gibt es aber auch Plantagen in Deutschland. In der Lüneburger Heide mit ihrem sauren und lockeren Boden findet sich zum Beispiel die größte. Wenn man sich so eine Beere mal genauer anschaut erinnert sie an die viel kleinere Preiselbeere. Im Inneren ist sie aber hell, leicht rötlich und hat vier Luftkammern. In größeren Betrieben wird die Cranberry übrigens mit einer Flutungstechnik geerntet. Sind die Früchte reif, wird das Feld überschwemmt. Die Beeren werden durch die Kraft des Wassers gelöst und schwimmen dank der Luftkammern oben und können einfach und schonend abgeschöpft werden.
Welche Vitamine sind in Cranberries enthalten?
Das rote Power-Paket enthält Vitamin C, A und K, Kalium, Kupfer und Natrium sowie Proanthocyanidine (PAC). Letzteres sind sekundäre Pflanzenstoffe, die beim Erhitzen eine Farbreaktion hervorrufen und eine antioxidative Wirkung haben sollen. In Cranberries findet sich zudem Phosphor. Dieser wertvolle Mineralstoff ist für den Erhalt von gesunden und normalen Knochen und Zähnen wichtig. Der Vitamin C-Gehalt liegt bei ca. 13,3 Milligramm pro 100 Gramm.
Zum Vergleich: Einhundert Gramm Apfel hat nur 4,6 Milligramm Vitamin C. Außerdem enthält die Beere organische Säuren, wie Zitronen- oder Apfelsäure. Diese beiden sorgen dafür, dass die Vitamine und Mineralstoffe noch lange nach der Ernte erhalten bleiben.
Was bewirken Cranberry-Präparate wie Kapseln?
Welche Cranberry Präparate gibt es?
Zunächst einmal haben wir natürlich die ganz klassischen und seit langem bekannten getrockneten Früchte. Die kannst du in dein Müsli oder über deine Bowl geben. Geschmacklich erinnern sie an Rosinen, sie sind aber deutlich fruchtiger. Von Donath gibt es köstlichen Vollfrucht Cranberrysaft, ungesüßt und in Bio-Qualität. Auch der eignet sich um Joghurt oder Quark aufzupeppen und noch wertvoller zu machen.
Dann gibt es auch noch die Kapseln. Von Raab Vitalfood - Cranberry forte und von GSE die Urovit Kapseln. Sie sind aus dem Konzentratpulver der Cranberries und enthalten eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen. Ein wirklich tolles und sehr empfehlenswertes Produkt ist Femamin Cranberry Plus von Hübner. Ihm ist die noch relativ neu (2017) von der Deutschen Gesellschaft für Urologie zugelassene Zuckerart Mannose zugefügt. Sie wird für die Langzeitanwendung gegen Blasenentzündungen benannt. Mannose soll Bakterien binden können und dient somit zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten.